Auch wenn mich einige jetzt vielleicht belächeln werden: ich glaube an Schicksal. Es gibt Dinge, die müssen einem einfach passieren und man kann ihnen nicht aus dem Weg gehen. Und es gibt Dinge, die passieren nicht, obwohl es nicht logisch erscheint und man sein Glück nicht fassen kann. Klingt vielleicht seltsam, aber so ist es.
Diesen Glücksbringer habe ich letzte Woche bei Dawanda gekauft. Neues Auto, neues Glück= neuer Glücksbringer. Erscheint mir logisch. Das erste was ich gestern am VW-Werk gemacht habe: meine Glücksbringer ins Auto gehangen. Alle.
Heute haben wir meine Mom und meine Oma geschnappt und sind mit ihnen nach Erfurt gefahren, ein bisschen Bummeln. Als wir gegen 18.00 dann fast in Nordhausen waren, kam uns auf regennasser Fahrban in der Kurve ein Mercedes entgegen. Am Steuer: ein junger Mann, hinten im Auto seine Freundin, seine Nichte und seine Schwester. Es war ein großer Mercedes, Heckantrieb. Jedes Kind sollte wissen, dass man mit Heckantrieb in einer Kurve, noch dazu auf nasser Fahrbahn nicht beschleunigen sollte. Er wusste es scheinbar nicht. Dies könnte an seinen Sprachkenntnissen liegen ( sie waren türkischer Abstammung ) oder an seiner Unerfahrenheit. Man weiß es nicht. Ich werde sicher nie vergessen, wie das Auto ca. 50m vor uns ins Schleudern gerät- erst schlägt es nach rechts aus, er lenkt gegen- das Auto geht nach links und wickelt sich wie eine Schlange auf uns zu- irgendetwas hat das Auto nach rechts gezogen, weg von uns- einen Abhang hinunter und mit dem Heck an einen Baum. Ich habe so mit einem Zusammenstoß gerechnet, dass ich es erst gar nicht glauben konnte. Ich bin sofort aus dem Auto gesprungen, auf die andere Seite und habe geholfen so gut es ging. Alle vier stiegen mehr oder weniger unverletzt aus einem großen Blechhaufen- vom Hinterteil des Mercedes war nicht mehr viel übrig. Wenn man sich den Mercedes von hinten vorstellt, war nur noch der halbe Kofferraum da- der Rest war weg. Wäre das Auto auch nur 30cm weiter vorn gegen den Baum gekracht, wäre das Mädel sicher nicht mehr allein aus dem Auto gestiegen.
Mir schlottern noch immer die Knie und ich kann es eigentlich nicht recht begreifen. Ich bin so froh, dass diese vier jungen Menschen noch leben- es hätte so viel schlimmer kommen können.Und natürlich bin ich auch froh, dass uns nichts weiter passiert ist. Ich habe wohl ein kleines Schleudertrauma, aber das wird schon. Nächstes Jahr- das hab ich mir geschworen- mache ich ein Fahrsicherheitstraining. Man weiß nie, wann die nächste nasse Kurve kommt....
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